unser Fachbereichsleiter für Musik ist parallel an der Clara-Schumann-Musikschule für die Tasteninstrumente zuständig. Klar, dass wir ihn am Weltmusiktag interviewen.

Fachbereichsleiter für Musik: Aloisious Groß

Der Weltmusiktag wurde ins Leben gerufen, um Musik in allen Bevölkerungsgruppen zu fördern und eine gegenseitige Anerkennung der künstlerischen Werte sicherzustellen sowie den internationalen Erfahrungsaustausch im Bereich der Musik zu fördern. Was muss dafür getan werden, damit diese Ziele erfüllt werden können?

Wichtigste Voraussetzung, um möglichst viele Menschen zu erreichen, ist ein breites und vor allem bezahlbares Angebot an Musikunterricht ab dem Kleinkindalter. Dies leisten in Deutschland vor allem die kommunalen Musikschulen, deren Angebotspalette von der musikalischen Früherziehung über den Instrumentalunterricht und das Ensemblespiel bis zur Studienvorbereitung reicht. Ich wünsche mir, dass die politischen Entscheider diese wichtige Arbeit auch in Zukunft durch die Bereitstellung angemessener Ressourcen sicherstellen.

Wie lange begleitet Dich die Musik schon?

Ich habe mit dem Unterricht auf „meinem“ Instrument, dem Klavier, mit 10 Jahren begonnen. Ich bin familiär musikalisch nicht vorbelastet – sieht man davon ab, dass meine Mutter mit ihrer wunderbaren Sopranstimme in Chören gesungen hat. Insofern kann ich sagen, dass die Entscheidung, ein Instrument zu lernen, mein ureigener Wunsch war.

Was gefällt Dir an der Arbeit mit Musik?

Zunächst einmal übe und konzertiere ich immer noch selber mit großer Begeisterung. Darüber hinaus macht es mir Freude, mein Wissen und meine Begeisterung an junge Menschen weiterzugeben.

Hast Du ein Lieblingsinstrument?

Neben dem Klavier liebe ich vor allem das Violoncello. Ich habe das Glück, dass ein guter Freund von mir ein sehr guter Cellist ist, mit dem ich häufig gemeinsam Werke für Violoncello und Klavier spiele. Außerdem liebe ich den Gesang, insbesondere Chorgesang: Ich habe auch eine Ausbildung als Sänger und viele Jahre als Tenor in einem semiprofessionellen Chor gesungen.

Was wünscht Ihr der Volkshochschule zum 100. Geburtstag?

Ich wünsche der Volkshochschule, dass sie sich den gesellschaftlichen Erfordernissen entsprechend weiterentwickelt. Gleichzeitig wünsche ich ihr aber auch, dass sie nicht jedem kurzlebigen Mainstream hinterher läuft, sondern sich ihren Markenkern bewahrt: Gute Bildung zu moderaten Preisen.

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